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MÄRZ 2017

Diggers Finest

Der Vinyl-Hype ist allgegenwärtig: Mit dem Nabu-Recordstore
des Plattensammlers Robert Engelman eröffnete Ende Feber ein neuer
Plattenladen in St. Nikolaus. Das Angebot für Schallplattenfans:
Obskures, Seltenes und Gesuchtes.

Interview: Klaus Erler
Foto: Robert Engelmann
6020:

Was zeichnet dein Geschäft aus? Robert Engelman: Ein breites Angebot aus musikalischen Meilensteinen des Rock, Pop, Jazz und Funk als rare oder auch weniger seltene Second-Hand-Vinyl-Ausgaben. Was Innsbrucker Musikfans aber vor allem finden: Klänge, von denen sie in ihren wildesten Träumen nicht gedacht hätten, dass sie überhaupt existieren. Jazz aus Äthiopien etwa, Funk aus dem Sudan oder Psychedelik aus Mittelamerika.

 

Woher kommt deine Liebe zu dieser Art -Musik? Mir wurde es in den heimischen Plattenläden repertoiremäßig oft zu eng. Daraus entwickelte ich eine Lust auf musikalische Reisen, die vielleicht nur wenige Plattenfans, deren erste selbstgekaufte Schallplatte von Modern Talking ist, starten: Bei mir wurde „Cheri Cheri Lady“ Gott sei Dank nicht zum Einbahnticket in Après-Ski-Klangwelten, sondern zur Initialzündung für eine ausgedehnte Suche nach dem Besonderen, dem musikalisch Obskuren. 

Einmal Selfie, bitte. In dieser Rubrik bitten wir Innsbrucker, die gerade im Gespräch sind, um einen Selfie und ein Interview.

 

Wohin hat dich deine Reise geführt?

In die verstaubten Recordstores des Sudan, in den Plattenkeller von Mexiko City, nach Panama, Brasilien, Marokko und Nicaragua.