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AUGUST 2019

6020 isst sich einmal quer durch die Stadt, verrät was schmeckt, was nicht und was es Neues zu entdecken gibt.

Fotos: The Illusionist, Shutterstock.com, Franz Oss, Christof Lackner, Charly Schwarz

Eleganter Köpfler oder Bauchfleck?

Die Gastronomie beim Städtischen Hallenbad bekommt wieder einmal einen neuen Besitzer: Toni Wechselberger, ehemaliger Betreiber des Innkellers, eröffnet dort eine Bar.

Die Strandbar, die Planschbar, die Supperia – sie alle haben in den letzten Jahren versucht, den Gastrobetrieb beim Städtischen Hallenbad erfolgreich zu bespielen – und konnten sich nie lange über Wasser halten. Mit dem Sillwerk versucht es nun Toni Wechselberger, den viele noch vom original Innkeller kennen dürften. Allerdings nicht mit einem klassischen Restaurant oder Bistro, wie man sie sonst in Schwimmbädern findet, sondern mit einer Bar. Ein Ersatz für den Innkeller wird das Sillwerk aber nicht, betont Wechselberger. Aufgesperrt wird Mitte August, geöffnet haben wird das Lokal von Montag bis Donnerstag von 17 bis 24 Uhr und freitags von 17 bis 3 Uhr.

 

Wechselberger setzt auf wechselnde DJs, eine gemütliche Lounge, kleine Snacks soll es auch geben, mittwochs tischen verschiedene Gastköche auf. Man kann ihm nur wünschen, dass die Innkeller-Nostalgie stark genug ist, um zum Ausgehen zum Städtischen Hallenbad zu pilgern.

 

Ergänzung: Der Chef der Planschbar hat uns gebeten zu erwähnen, dass er seine Bar unter altem Namen und am neuen Standort in der Jahnstraße 37 seit drei Jahren weiterführt. Aus dem Hallenbad ist er wegen Renovierungsarbeiten ausgezogen.

Innsbruck = gerade cool + zwei Jahre

In München trinkt man den Gin namens The Illusionist seit gut zwei Jahren, jetzt ist er auch bei uns angekommen.

 

The Illusionist ist bio, wird in München von Hand gefüllt und –
jetzt kommt der Clou – der
dunkelblaue Gin wird rosa, sobald man ihn mit Tonic Water mischt. In München betrinkt man sich damit seit Jahren, das Innsbrucker Unternehmen leopoldviereins hat jetzt den Österreichvertrieb des Gins übernommen.

 

Bekommen tut man ihn (wie könnte es anders sein?!) zum Beispiel im Kater Noster, in der Stage 12, im Wohnzimmer, im Rififi, im Wettercafè, auf der UmbrügglerAlm, bei Goldencircus Studio am Wiltener Platzl, im Das Konzept im Sillpark und online unter
www.theillusionist-gin.at.

 

Vor über acht Monaten hat Jürgen Burkia die Küche des gleichnamigen Lokals verlassen, seitdem kämpft Bruder Christian alleine. Mit Erfolg, wie der letzte Testbesuch zeigt. Das neue Küchen- und Serviceteam überzeugt wieder mit bewährter Burkia-Qualität.

 

Fischvergnügen formerly known as

Der Hamburger Fischmarkt heißt jetzt anders und hat hoffentlich mehr zu bieten als fast ausschliefllich Frittiertes.

Wer einmal am Hamburger Fischmarkt war – also dem in Hamburg – der weiß, dass er lange suchen muss, um frittierten Fisch zu finden. Wer in den letzten Jahren am Hamburger Fischmarkt in Innsbruck war, der wiederum weiß, dass man bei den gastronomischen Ständen relativ lange suchen musste, um Fisch zu finden, der nicht in Panade und Fett schwamm. Abgesehen von verschiedenen Produkten nie dem Maiskolben und den CrÍpes.

 

Mit dem "Fischervergnügen am Inn" setzt man nun auf ein neues Konzept, will gezielt heimische Produzenten und Betreiber aus der Markthalle in den Fokus stellen und auch kulinarisch mehr bieten – so wird zum Beispiel auch Sushi vom 2. bis 18. August am Marktplatz angeboten.

Lokalwechsel

Man konnte es sich eigentlich nicht vorstellen, dass Greg, der Barchef von der Penz Rooftop Bar, jemals nicht hinter der Bar steht, aber jetzt passiert es doch. Nach über zehn Jahren packt er seinen Cocktailshaker ein und wechselt ins Sitzwohl am Sparkassenplatz.

Noch was? Ach ja – das Pavillon steht immer noch leer.

Lage: 17 Monate +

"Die Nachfolger sind heute leider schon aus"

Nach dem Lewisch scheitert auch die Weiterführung des Riesen Haymon daran, dass sich kein Nachfolger finden lässt. Noch bis Mitte August führt Wirtin Andrea Marx das Traditionsgasthaus, dann geht sie in Pension.

Haller Garnelen wollen in Innsbruck anlegen

Seit gut fünf Jahren züchtet ein Haller Start-up White Tiger Garnelen. Verkosten kann man die auch im adlers in Innsbruck – und beim Fischvergnügen am Marktplatz.

Die Jungs von Alpengarnelen – Daniel Flock und Markus Schreiner – sind gerade dabei, ihr Produkt nach Innsbruck zu bringen. "Wir sind zum Beispiel mit dem Fruchthof und Metro im Gespräch", erzählt Daniel Flock. Einen gastronomischen Abnehmer haben sie im adlers in der Brunecker Strafle 1 gefunden. Auflerdem werden die Alpengarnelen beim Fischvergnügen am Inn (siehe auch auf Seite 40) vertreten sein. "An unserem Stand kann man natürlich die Garnelen kaufen, wir werden aber auch ein Gericht mit unseren Garnelen anbieten", verrät Flock. 

 

Das Unternehmen ist erst 2019, nachdem es sich einen Investor angeln konnte, in eine große Halle in Hall umgezogen. Dort werden die Garnelen gezüchtet, das Wasser dazu kommt aus einem eigenen Tiefenbrunnen und wird noch mit Meersalz (in Süßwasser wachsen die Meeresfrüchte nicht) und biologischen Bakterien angereichert, der Strom für die Halle kommt von einer Photovoltaikanlage. Jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr gibtís einen Ab-Hof- bzw. in diesem Fall Ab-Halle-Verkauf am Kasernenweg 43 in Hall.

Wer will mich?

Teil 1

Das Gerücht des Monats: Das Gang und Gebe in der Leopoldstraße 7 soll neu verpachtet werden. Dabei ging es gastronomisch nach anfänglicher konzeptueller Verwirrung und Kritik an zu kleinen Portionen gerade bergauf.

Wer will mich?

Teil 2

Das Löwenhaus sucht ab 2020 einen – wie es in der dazugehörigen Annonce zu lesen war – "kreativen Pächter" für das Löwenhaus am Rennweg 5. "DIE Chance für tüchtige Gastronomen" – befindet die Stellenanzeige auflerdem.

Wer will mich?

Teil 3

Sein Lokal loswerden will auch der aktuelle Betreiber des Max Standard in der Anichstraße 2 – und das am liebsten sofort.