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AUGUST 2017

Was weg muss, muss weg

Wann werden in Innsbruck zu entsorgende Couchen, Kästen und Co. abgeholt? Was ist überhaupt Sperrmüll und was nicht? Und wer freut sich über gut Erhaltenes, aber nicht mehr Gebrauchtes?

Foto: Axel Springer
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nche Ecken in Innsbruck sind besonders beliebt, wenn es um die Sperrmüllentsorgung geht. Auch wenn gerade keine Abholung ansteht, türmen sich dort regelmäßig Matratzen, Bettgestelle, Spiegel, Kästchen, Kaffeemaschinen und dergleichen. Zur Freude der Sammler, zum Leid der Anrainer. Wohin aber mit dem Zeug, wenn man zum Beispiel umzieht, nach der Kellerentrümpelung Möbel übrig hat oder etwas schlichtweg wegmuss? Ein Überblick.

Wann wird Sperrmüll gesammelt? 

Es gibt keine fixen Termine für Sperr-müllentsorgungen, sondern nur Sammelaktionen auf Anfrage. Zweimal im Jahr können Hausbesitzer bzw. -verwalter bei der öffentlichen Müllabfuhr, der IKB, eine kostenlose Sperrmüllsammlung beantragen (per E-Mail an abfallsammlung@ikb.at oder über das Online-Formular auf ikb.at). In der Regel werden die Hausbewohner dann entsprechend informiert. Wohnungsmieter und -besitzer müssen sich an die zuständige Hausverwaltung bzw. den Hausbesitzer wenden. Die Wartezeit beträgt vier bis sechs Wochen.

Und wenn man einen dieser Termine verpasst? 

Wer mobil ist, kann den Sperrmüll direkt zum Recyclinghof in die Rossau bringen. Wer Geld übrig hat, kann auch ein Entrümpelungsunternehmen engagieren, das den Sperrmüll gegen Bezahlung abholt (zum Beispiel das gemeinnützige Unternehmen HoRuck oder Firmen wie Mussmann oder Einfach-Schnell). Die Kosten hängen in der Regel von der Menge und der Art der Stücke ab. Angebote werden meistens nach einer Besichtigung gemacht. Die Sachen zu einer Sperrmüllsammlung in der Nachbarschaft zu bringen, ist übrigens nicht erlaubt. 

Was passiert mit Sperrmüll, der einfach irgendwo abgestellt wird? 

Sogenannte Wildablagerungen sind verboten und können der IKB gemeldet werden, die sich dann in den meisten Fällen um die Entsorgung kümmert. Vielleicht gut gemeint, aber ebenfalls nicht erlaubt ist es, Gegenstände irgendwo mit dem Hinweis „zu verschenken“ zu deponieren.

Was weg muss, muss weg

Was Darf in den Sperrmüll? Möbel ja, Verpackungen nein, Kühlgeräte jein.

Was weg muss, muss weg
Was weg muss, muss weg

Vielleicht gut gemeint, aber nicht erlaubt ist es, Gegenstände irgendwo mit dem Hinweis "zu verschenken" zu deponieren.

Was weg muss, muss weg

Recyclinghof Innsbruck: Wer den Sammeltermin verpasst, kann hierseinen Sperrmüll loswerden

 

Recyclinghof Innsbruck
Roßaugasse 4 

Öffnungszeiten:
Mo – Sa,
8 – 17 Uhr
www.ikb.at

HoRuck 

Nicht mehr Gebrauchtes kann man im HoRuck in der Hallerstraße 43 spenden. Das sozialökonomische Unternehmen nimmt intakte Gegenstände wie Möbel, Haushaltsutensilien, Geschirr oder Spielzeug gerne zum Weiterverkauf entgegen. Möbel, die den Verkaufskriterien entsprechen, holt Horuck auch gratis ab, verschmutzte, beschädigte und unbrauchbare Möbel gegen Bezahlung. Horuck führt auch Zustellungen, Entrümpelungen und Übersiedlungen durch.

 

Öffnungszeiten:
Mo bis Sa, von 9 bis 18 Uhr,
www.horuck.at

 

 

Inn’s Fachl

Inn’s Fachl in der Pradler Straße 61 ist eigentlich ein Mietregalanbieter, der auch (nicht zu große) Gegenstände wie Elektrogeräte oder Fahrräder (keine Möbel) wiederverkauft. Bezahlt wird bar und sofort.

 

Öffnungszeiten:
Mo bis Do von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, Fr 9 bis 18.30 Uhr, 
www.dein-mietregal.at

Weitergeben statt wegwerfen

Wer gut Erhaltenes loswerden und Müll vermeiden möchte, findet eine Reihe an Abnehmer in Innsbruck. Hier eine kleine Auswahl:

 

Einfach-Schnell

Möbel in einwandfreiem Zustand werden zum Weiterverkauf vom Transportunternehmen Einfach-Schnell, das auch ein Altwaren- und Gebrauchtmöbelgeschäft in der Höttinger Au 40 a betreibt, gratis abgeholt. Gegen Bezahlung bietet das Unternehmen verschiedene Leistungen wie Transporte, Wohnungsauflösungen und Entrümpelungen an. 

 

Öffnungszeiten Geschäft:
Mo bis Fr, von 9.30 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr, www.gebrauchtmoebel-innsbruck.at