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MAI 2014

Rent a bike

Innsbruck hat nun endlich auch ein Radleihsystem – es heißt „Stadtrad“ und startet mit 14 Stationen, sieben weitere sollen folgen.

Fotos: Emanuel Kaser
I

 

n anderen Städten gehören Leihrad-Systeme schon lange zum Alltag. Vor allem in Zeiten von Dauerstaus und immer teurer werdenden Parktarifen macht es Sinn, kurze Wege in der Stadt mit dem Rad zurückzulegen. Und weil nicht jeder ein funktionstüchtiges Rad hat oder keine Lust hat, sein teures Bike in der notorischen Radklau-Stadt Innsbruck abzustellen, kann man die Einführung des „Stadtrad“-Systems eigentlich nur gut finden.

 

Wie viel es kostet.

Soweit die Theorie. In der Praxis müssen zuerst einige administrative Schritte folgen, bevor man losradeln kann. Zunächst muss man sich registrieren – das geht entweder am Terminal, auf der „Stadtrad“-Website, über die „nextbike“-App oder ganz altmodisch im IVB-Kundencenter. Dann sollte man sich überlegen, wie oft man das Leihrad-System in Anspruch nimmt. Wer eine jährliche Vorteils-Gebühr von 25 Euro zahlt, fährt die erste halbe Stunde immer gratis und zahlt auch bei längeren Fahrten weniger. Wer ein IVB/VVT-Jahresticket oder -Semesterticket besitzt, zahlt nur 15 Euro Vorteils-Gebühr. Ohne diese Vorteils-Gebühr zahlt man bereits für die erste halbe Stunde der Nutzung einen Euro, für jede weitere halbe Stunde dieser Fahrt dann zwei Euro.  

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Das Ausleihen der Räder funktioniert entweder über die Kundenkarte, die App oder über die Eingabe von Telefonnummer und PIN am Terminal. Die Rückgabe kann nur an den offiziellen „Stadtrad“-Stationen erfolgen.

 

Die Stationen.

Darin liegt auch die Schwierigkeit bei dem System: Noch gibt es zu wenige Stationen, um sich wirklich bequem und sinnvoll durch die Stadt bewegen zu können. Dass die Station am Hauptbahnhof erst „in Planung ist“, macht es zum Beispiel Pendlern schwer, die Leihräder zu nützen. Sie müssen in der Zwischenzeit die Stationen am Boznerplatz und beim PEMA-Turm ansteuern. In der Innenstadt kann man die Leihräder zum Beispiel in der Anichstraße (Rathausgalerien), in der Erlerstraße und bei der Klinik ausleihen und zurückgeben. Die am weitesten vom Zentrum positionierten Stationen finden sich bei der Mühlauer Brücke, in der Pastorstraße bei der IVB und beim WIFI.

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Für leise Kritik sorgt nicht nur die „Stadtrad“-Netzdichte, sondern bei manchen auch die Größe und Optik der Stationen. Dass man es aber nie jedem Recht machen kann – schon gar nicht im Konfliktfeld Autofahrer gegen Radler –, ist auch klar.  

 

www.stadtrad.ivb.at