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MAI 2014

markthalle

Neu am Markt

Im März hat Markus Wopfner von der „Interessengemeinschaft der Altstadt Innsbruck“ (IAI) die Leitung der Markthalle ¸bernommen. IAI-Geschäftsführer Robert Neuner unterst¸tzt ihn bei dieser Aufgabe. Wird sich dadurch in der Markthalle etwas ändern?

Fotos: Franz Oss
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olitik, Medien und Bevölkerung spekulieren seit Jahren über einen Um- oder gar Neubau der beiden Hallen, die sich seit 2012 im Eigentum der Stadt Innsbruck befinden. Markus Wopfner, der neue Marktleiter, erteilt diesen Gerüchten jedoch eine Absage: Aufgrund des Denkmalschutzes der alten Markthalle, dem westlichen Gebäude der Anlage, könne man keine baulichen Veränderungen vornehmen. Deshalb glaubt auch Robert Neuner, Geschäftsführer der „Interessengemeinschaft der Altstadt Innsbruck“ (IAI), dass „die Markthalle in den nächsten Jahren sicherlich so weiter bestehen wird, wie sie ist.“ Alleinig Sanierungsmaßnahmen werden durchgeführt: So renoviert man zurzeit zum Beispiel Dach und Fassade des älteren Gebäudes.

Studenten und Touristen.

Robert Neuner und Markus Wopfner wollen in ihrer neuen Funktion vor allem zu einer Belebung der Markthalle beitragen. Probleme, Beschwerden und Vorstellungen der Standbetreiber werden derzeit mithilfe eines Fragebogens ermittelt. Eine Schwierigkeit meint Robert Neuner aber schon erkannt zu haben: „Die Marke Markthalle ist bekannt, jedoch kennen nur wenige Menschen das Angebot der hier angesiedelten Händler.“ Dass hier von Falafel bis zum Bauernfrühstück fast alles geboten wird, wissen die wenigsten. In den Köpfen vieler Innsbrucker dominiert immer noch das Bild von den überteuerten Obstbergen und alten Damen mit großen Geldtaschen.

Vor allem Studenten und Touristen sollen in Zukunft die Markthalle beleben.

 

Neue Kundenschichten sollen wieder für mehr Leben in der Markthalle sorgen. Das Hauptaugenmerk gelte vor allem jungen Menschen und Touristen. Beide Personengruppen bewegen sich ständig in der Umgebung und konnten bisher nur wenig angesprochen werden. So passieren einerseits hunderte Studenten auf dem Weg zur Universität fast täglich das Gebäude, jedoch kaum einer „verirrt“ sich in die Markthalle. Andererseits liegt auch die Altstadt, in der sich das ganze Jahr über Touristen tummeln, in unmittelbarer Nähe. „Hier haben wir sicher Potenzial“, urteilt Robert Neuner.

Konkurrenz durch Discounter.

Doch kann eine Markthalle in Anbetracht der Konkurrenz durch Discounter und Supermärkte noch überleben? Denn selbst diese bieten ja mittlerweile biologische und regionale Produkte an. „Unser großer Vorteil ist, dass die Leute gern mit den Produzenten kommunizieren“, sagt Markus Wopfner. Außerdem würden die Kunden heutzutage vermehrt hinterfragen, wie die Produkte gehandelt werden und wo sie überhaupt herkommen. Ob dieser Regionalitäts-Vorteil die Geiz-ist-Geil-Generation in die Markthalle locken kann, wird wohl die Zukunft zeigen. 

Markus Wopfner und Robert Neuner