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MÄRZ 2014

Rettet die Lebensmittel

Eine Gruppe von SoWi-Studenten setzt mit ihrer Foodsharing-Initiative ein klares Zeichen gegen Verschwendung – und trifft damit den Zeitgeist.

Fotos: Emanuel Kaser
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ngefangen hat alles mit einem Uniprojekt: „Am 1. Oktober 2013 bekamen wir die Aufgabe, eine erfolgreiche Facebook-Gruppe aufzubauen“, erinnert sich Gründer Kai Sommer. Bereits vier Tage später landete die Seite „Food-sharing Innsbruck“ im Netz. Zwar haben Sommer und seine Kollegen das Konzept nicht erfunden, mit dem Start der Foodsharing-Aktion in Innsbruck aber augenscheinlich einen Nerv getroffen.

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Ausgehend von Berlin schwappte die Idee, übrig gebliebene, aber noch genießbare Nahrungsmittel mit anderen Menschen zu teilen, im Frühjahr 2013 nach Österreich. Selbst der damalige Umweltminister Nikolaus Berlakovich war präsent, als am 31. Mai Österreichs erster Ableger von „myfoodsharing“ freigeschalten wurde. Dank der Initiative von Kai Sommer und seinem Team ist seit etwa fünf Monaten auch Innsbruck Teil dieser stetig wachsenden Gemeinschaft.

 

Warum das Ganze?

Das Lebensministerium schätzt, dass allein in Österreich jährlich rund 157.000 Tonnen an Nahrungsmitteln im Wert von über einer Milliarde Euro im Restmüll landen. Die Foodsharing-Bewegung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, der ausufernden Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken.

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Innsbrucks Beitrag ist freilich (noch) klein. In den ersten vier Monaten wechselten exakt 90 Essenskörbe mit durchschnittlich 1,5 Kilogramm Gewicht den Besitzer. „Neben den tatsächlich vor dem Müll geretteten Waren geht es uns vor allem um Bewusstseinsbildung. 

Teilen statt wegwerfen lautet das Motto.

„Neben den tatsächlich vor dem Müll geretteten Waren geht es uns vor allem um Bewusstseinsbildung."

Kai Sommer