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JUNI 2014

trinken

Shot für Shot

Mit der Eröffnung der beiden Lokale „Haltestelle“ und „Endstation“
bewiesen zwei findige Unternehmerinnen, dass Shotbars auch in Innsbruck boomen.

Foto: Emanuel Kaser
N

eben zahllosen Cocktail- und Bierbars hat Innsbrucks Nachtleben seit nunmehr knapp zwei Jahren auch eigene „Shotbars“ zu bieten. Es waren zwei Schwestern aus Polen, die in diesem Segment eine Marktlücke erkannten. Ganz nach dem Motto: „Wer Erfolg haben will, muss Neues probieren“, eröffneten Karolina und Magda Bodziony im Juni 2012 die „Haltestelle“. Recht unscheinbar zwischen zwei Modegeschäften in der Anichstraße 5a, wurde das Lokal binnen weniger Monate zum Mekka gehobenen Vorglühens.

Wer Erfolg haben will, muss Neues probieren.

Haltestelle.

Der ungewöhnliche Name ist keineswegs zufällig, sondern passt vielmehr perfekt zu Konzept und Dekor der Bar. Die sehr schmale, aber langgezogene Räumlichkeit ähnelt ihrer Form nach einem Bus oder einer Straßenbahn und selbst die Getränkekarte ist einem Verkehrsplan angelehnt. Insgesamt hat das Lokal 120 verschiedene „Kurze“ im Angebot, die sich entweder einzeln, oder besser noch als ganze „Line“ ordern lassen. Von der „Ladies Line“, die mit bunten und süßen Shots (von „Make-up“ bis „Lipstick“) verführen will, bis zur „Hardcore Line“, wo der „Filmriss“ eben selbigen hervorrufen könnte, gibt es hier so gut wie alles. Für den anspruchsvolleren Gaumen haben die beiden Besitzerinnen zusätzlich noch zwei Linien mit Wodka aus ihrem Heimatland im Sortiment.

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Ob der großen Vielfalt an „harten“ Getränken ist man gut beraten, ab und an alternativ auf die alkoholfreie „Drink and Drive“-Line umzusteigen. „Mit oder ohne Alkohol, wir wollen, dass die Menschen hier eine lustige gemein-

 

same Zeit verbringen“, so die beiden Besitzerinnen über ihr Geschäft. Einzeln kosten die Kurzen übrigens jeweils zwei Euro, bei der ganzen Linie spart man sich einen Euro. Besonders beliebt ist die Bar bei Studierenden, die hier ab 20 Uhr und meist in Gruppen auf ein bis zwei Lines vorbeikommen, bevor man weiterzieht.

Endstation.

Der Erfolg der „Haltestelle“ veranlasste die beiden Unternehmerinnen im November letzten Jahres dazu, ein weiteres Lokal zu eröffnen. Im Bogen 63 verortet, ist die „Endstation“ vom Konzept her ähnlich, versteht sich aber eher als Ergänzung zur Haltestelle. Jeweils zwischen donnerstags und samstags zwischen 22 und 5 Uhr kann man sich hier von der Talstation über die Mittel- und Berg- bis hin zur „anspruchsvollsten“ Endstation durch das Angebot probieren. Karolina und Magda über ihr neues Projekt: „Die Endstation befindet sich erst in der Entwicklungsphase, wir haben aber noch sehr viele gute Ideen.“  

Sonst noch

Wo kann man in Innsbruck auch noch gut Shots trinken?

Im „Absinth“, das eigentlich zum „Sphinx“ (Rathausgalerie) gehört, jedoch einen Stock tiefer, rechts neben dem Osteingang des „Krahvogel“ liegt, ist der Name Programm. Bei circa zehn verschiedenen Sorten der Wermutspirituose kommt vor allem der Kenner auf seine Kosten.

 

Auflerdem sei noch die „Café Bar Moskau“ (Salurnerstraße 15) empfohlen: Russische Speisen und traditioneller Wodka sorgen hier für ein vergnügliches und stimmiges Ambiente.