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JUNI 2014

Interview

Den Trumpf in der Hand

Nach vier Jahren hat die österreichische Pop-Band Garish Anfang des Jahres ihr neues Album „Trumpf“ veröffentlicht. Am 18. Juni sind die Burgenländer beim Burgsommer in Hall zu sehen und zu hören. Leadsänger Thomas Jarmer im Gespräch.

Fotos: Nikolaus Ostermann
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Garish gibt es seit fast 20 Jahren – wie kommt es, dass ihr immer noch gemeinsam Musik macht?

THOMAS JARMER: Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere, da kommt es zwangsläufig immer wieder zu Konflikten. Aber diese Vielfältigkeit ist auch unser großer Vorteil, selbst wenn es die Zusammenarbeit oft schwierig macht. Die neue Platte ist eine Momentaufnahme der derzeitigen Gemütslage.

 

Euer aktuelles Album heißt „Trumpf“. Euer Trumpf gegen die Trennungsgerüchte? Trennungsgerüchte gibt es immer recht schnell, wenn man länger nichts macht. Die Arbeit an unserem Album war sehr schwierig und wir waren uns nicht zu jedem Zeitpunkt sicher, dass es noch was wird. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem klar war, dass wir das Album in jedem Fall fertig aufnehmen werden. Dann hat sich das Wort „Trumpf“ manifestiert. Warum, wissen wir auch nicht so genau.

 

Wie unterscheidet sich „Trumpf“ vom Vorgängeralbum? Wir haben alles live aufgenommen, also alle Songs gemeinsam eingespielt. So haben wir vorher noch nie gearbeitet. Deshalb ist diesmal nicht immer alles auf dem Punkt, doch die Qualität, die das gemeinsame Musizieren mit sich bringt, war uns wichtiger.

 

Warum haben die Aufnahmen so lange gedauert? Wir haben nach der letzten Platte gemerkt, dass wir erst komplett runterfahren müssen, bevor wir mit der neuen anfangen. Unser Produzent Thomas Pronai hat irgendwann den Startschuss gegeben, mit der Studioarbeit anzufangen – ein Kick von außen, den wir gebraucht haben. Sonst wären wir wahrscheinlich noch immer nicht fertig. 

Das Konzert: Garish gastieren am 18. Juni (20 Uhr) im Rahmen des Burgsommer in Hall in der Burg Hasegg/Innenhof (bei Schlechtwetter: Kurhaus Hall).