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JÄNNER 2014

Kolumne

So "2010"

Die etwas anderen Vorsätze.

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üsste ich mir Neujahrsvorsätze überlegen, die nichts mit dem üblichen Mehr-Sport-Rauchen-aufhören-keine-Schokolade-Themenkomplex zu tun hätten, dann wären es folgende: Öfter ins Kino gehen. Jedes Mal, wenn man aus dem Kino rausgeht und der Film noch stundenlang im Kopf weiterarbeitet, denkt man sich: Cool, eigentlich müsste man das jede Woche machen. Zwei Stunden in einem dunklen Kinosaal zu verbringen, ist einfach etwas ganz anderes, als sich am Laptop einen Film reinzuziehen und fünfmal zu stoppen, weil man gerade etwas „Wichtigeres“ zu tun hat. Apropos Wichtigeres: Ich nehme mir vor, die Push-Nachrichten der Facebook-App auf dem Handy zu deaktivieren. In Zeiten, wo Facebook längst als „Mom Jeans“ unter den sozialen Medien gilt (Zitat von Zach Braff auf – no na net – Twitter), muss man nicht alles liegen und stehen lassen, nur weil drei Freunde den gleichen derstandard.at-Link geteilt haben oder halb Innsbruck am nächsten Vintage-Handmade-Markt teilnimmt. 

Facebook gilt längst als „Mom Jeans“ unter den sozialen Medien.

Facebook ist zwar immer noch ein großartiges Informationsmedium, wenn man es richtig einsetzt, aber 2014 sollte bitte das Jahr sein, in dem jeder checkt, dass Statusmeldungen über momentane Befindlichkeiten so was von „2010“ sind. Und zum Schluss noch zum Fernsehen: Ich nehme mir vor, sofort um- oder auszuschalten, wenn mich eine Sendung oder Werbung auch nur ein bisschen nervt. Das wird bedeuten, dass ich meine Fernbedienung sehr viel in Gebrauch haben werde. Und dass ich leider nicht mitkriege, wie die nächsten 17 Lutz-Werbespots ausschauen. Echt voll schade.