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JÄNNER 2014

Editorial

Meine fünf Vorsätze für 2014

WENIGER ÄRGERN

Es bringt wirklich nichts und ändert bekanntlich noch weniger. Ich werde mich also nicht darüber ärgern, dass Österreich weiterhin von ignoranten Systemerhaltern regiert wird, und auch nicht darüber, dass das eigentlich allen egal ist.

MEHR FREUEN

Das ist nicht nur das Gleiche wie im vorherigen Punkt, sondern auch ein brauchbares Ablenkungsmanöver. In Deutschland mögen sich Rot und Schwarz genauso wenig wie in Österreich, nur kennt man dort den Unterschied zwischen Politik und Parteipolitik. Für den Neujahrsvorsatz „Deutscher werden“ hat es aber leider nicht gereicht.

WENIGER LÜGEN

Lügen haben kurze Beine, im Falle des FC Wacker sogar lahme. Warum können denn nicht einfach alle Involvierten zugeben, dass selbst der FC Wacker nicht so scheiße spielen kann, dass er nicht nicht am Leben erhalten wird? Warum? Weil wir sonst ein ziemlich großes, teures Geisterstadion in der Stadt stehen hätten. Und das will man dem Steuerzahler noch weniger erklären müssen wie die eine oder andere (versteckte) Subvention.

Ich werde mich nicht darüber ärgern, dass Österreich weiterhin von ignoranten Systemerhaltern regiert wird.

MEHR DIE WAHRHEIT SAGEN

Unsere Landesbank versenkt 125 Millionen Euro im Italiengeschäft und bekommt deshalb gleich 230 Millionen vom im Eigentum des Landes Tirol befindlichen Energieversorger TIWAG geliehen. Sagt uns doch einfach die Wahrheit: Die Hypo ist eine ziemlich schlechte Bank, auf die keiner aufgepasst hat, und die Geschichte vom günstigsten Strompreis liest sich halt auch nicht mehr so glaubwürdig, wenn man so auf die Lockere 230 Millionen verleihen kann. 

WENIGER VORNEHMEN

Bei all den guten Vorsätzen für das neue Jahr sollte man eines nicht vergessen: Am Ende kommt doch alles wieder ganz anders. Sich anstatt auf Großes in der Zukunft aufs Jetzt zu konzentrieren, ist nicht nur in der Politik eine gute Idee. Soll heißen: Ich werde mir vor allem eines vornehmen – nämlich weniger.