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JÄNNER 2014

Olympia

Jubiläum im Doppelpack

2014 feiert Innsbruck 50 Jahre als Olympiastadt und zehn Jahre Wintersporttage. Vizebürgermeister und Sportreferent Christoph Kaufmann blickt zurück.

Foto: Emanuel Kaser
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Wie feiert Innsbruck das sportliche Jubiläum? CHRISTOPH KAUFMANN: Wir beginnen die 50-Jahr-Feierlichkeiten mit dem Neujahrsempfang am 29. Jänner im Olympischen Dorf – denn genau an diesem Datum vor 50 Jahren wurden die Olympischen Winterspiele 1964 eröffnet. Von 31. Jänner bis 2. Feber stehen dann die Wintersport- bzw. Olympiasporttage in Innsbruck und Seefeld auf dem Programm, dabei können wieder diverse Sportarten von der Bevölkerung gratis ausprobiert werden. 

 

Wie würden Sie die vergangenen zehn Jahre der Wintersporttage bilanzieren? Mich freut es ungemein, dass wir die Winter- wie auch die Sommersporttage seit nunmehr einer Dekade anbieten können, weil es uns damit gelingt, Sport für die Innsbrucker Bevölkerung attraktiv zu gestalten. Wir erleben jedes Jahr, dass tausende Menschen – vor allem Familien – diese Sporttage nutzen. Für uns als Stadt sowie für Vereine bietet sich die Möglichkeit, sich dabei zu präsentieren, während alle Interessierten den Reiz verschiedenster Sportarten entdecken können. Innsbruck positioniert sich mit den Sporttagen nicht nur als Österreichs Bildungs- bzw. Kultur-, sondern auch als Sporthauptstadt. 

Wie wichtig waren denn die Olympischen Spiele in der Retrospektive für die Stadtentwicklung? Die Politik bemüht häufig das Wort Nachhaltigkeit – und im Fall der Olympischen Winterspiele passt das definitiv. Mit den ersten Spielen 1964 wurde in Innsbruck unter anderem die große Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg beendet, die Errichtung des ersten Olympischen Dorfes schuf über 800 Wohnungen für die Innsbrucker Bevölkerung. Andererseits hat Innsbruck durch den Bau diverser Sportstätten einen enormen Schritt nach vorne gemacht – wir sind heute eine Stadt mit mehr als 350 Sportvereinen und rund 30.000 Menschen, die Sport aktiv betreiben. Das bedarf einer guten Infrastruktur – und die wurde auch wegen der drei Olympischen Spiele geschaffen. Dadurch konnten wir das hohe Niveau erhalten und einen Mehrwert für die Bevölkerung schaffen.

 

Wie laufen die Vorbereitungen für die International Children’s Games 2016? Seit dem positiven Zuschlag im Sommer wird mit Hochdruck in Blickrichtung 2016 gearbeitet. Die Website zur Veranstaltung wird demnächst online gehen. Die Axamer Lizum wird auch Teil der Spiele werden, dort wird ein Campus für die Skisportler errichtet. Die International Children’s Games reihen sich als quasi kleinstes olympisches Event nahtlos in die Liste der sportlichen Großveranstaltungen in Innsbruck ein – wir sind stolz darauf, 2016 als Gastgeber fungieren zu dürfen.

 

Vielen Dank für das Gespräch.