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JÄNNER 2014

Ausstellung

Bis ins All hören

Das Audioversum legt mit der Sonderausstellung „Sound of Space“ die Hörgänge frei fürs Weltall. Freuen können sich vor allem Schulen, die einen neuen Ort der interaktiven Wissensvermittlung gewonnen haben.

Fotos: OEWF & Zanella Kux
E

s ist bereits die zweite Schulklasse, die an diesem Vormittag die Sonderausstellung „Sound of Space“ im Audioversum besucht. Es wird gelacht und getuschelt, geschubst und gekichert. Auch die gewünschte Zweierreihe bringt nur wenig Ruhe in den quirligen Haufen. Die Lehrerin bittet um Aufmerksamkeit. Keine leichte Aufgabe für die Kinder, angesichts der Tatsache, dass sie in Kürze das Weltall bereisen werden.

Geräusche und Geschichten.

Bedingung Nummer eins für die Reise ist jedoch das bewusste Zuhören und Lauschen. Zu hören gibt es viele Geräusche und Geschichten, die aus den kleinen Hörtrichtern kommen und im ganzen Raum verteilt sind. Was aus den Hörapparaten kommt, sind unglaubliche Berichte über das Weltall und

Erzählungen von jenen, die es erforschen. Zu jedem Geräusch gibt es eine Geschichte, und das auf Knopfdruck. Was dabei heraus kommt, ist ein großes Staunen über die unendliche Weite und Größe des Universums. Für Star-Trek-Fans nichts Neues. Für manch anderen Erdling schon. Wer hätte gedacht, dass die Winde der Sonnen solch ein Zischen verursachen. Dass der Saturn als Gas-Planet keine feste Oberfläche hat – das wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Und dass Musikhören am Jupiter ganz anders klingt als auf der Erde, das hätte ruhig auch jemand mal erwähnen können. Da erscheint die Tatsache, dass bei einem Raketenstart die Lautstärke im Inneren der Kapsel abgedämpft werden muss, weil ansonsten das Gehör kaputt geht, schon viel naheliegender.

 

Es ist auf jeden Fall gut, dass das Audioversum diese Wissenslücken füllt und die Fakten mit Unterstützung des Österreichischen Weltraum Forums in einer ansprechenden Ausstellung aufbereitet. Bei „Sound of Space“ wird die Ausstellung zum Erlebnispark und das Lernen ein Spaß. Das freut nicht nur Lehrer und Lehrerinnen, die jährliche Exkursionen ins Audioversum zum fixen Bestandteil des Schuljahres machen.

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Schließlich kann den Kindern Schlimmeres passieren, als einen interaktiven und pädagogisch wertvollen Vormittag in der Wilhelm-Greil-Straße zu erleben. Vermutlich wollen sie nach dem Besuch von „Sounds of Space“ wissen, wie sie Astronauten werden können. Das ist in Ordnung, denn auch auf diese Frage gibt es eine Antwort.