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FEBER 2014

Ortstermin

Hex and the City

Margit Taraud steht in ihrem Reisepass, Hexe Espirima auf ihrer Visitenkarte. Die junge Mama betreibt in der Salurnerstraße einen Hexenladen, veranstaltet dort Seminare und einmal wöchentlich einen kostenlosen Energie- und Meditationsabend für Interessierte. 6020 war interessiert.

Fotos: Gerhard Berger
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ie Haarfarbe wird dem Klischee gerecht: Margit Taraud ist rothaarig. Das war’s dann aber auch schon mit den gängigen Vorstellungen über eine Hexe: kein Besen, kein Buckel, keine Warze auf der Nase, dafür ein junges, lachendes Gesicht und ein bunter Auraschal um den Hals. Den trägt sie jeden Tag, „zum Schutz und als Energiebringer“. Gerade eben hat sie noch auf Facebook eine Einladung zu ihrem Hexenabend gepostet, ohne Werbung geht schließlich auch in der spirituellen Welt gar nichts.

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Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Der Laden ist nur wenige Quadratmeter groß. Mit der Eröffnung 2009 wurde für die 32-Jährige ein großer Traum wahr:  „Ich habe früher in der Gastronomie gearbeitet und meine Jugend und das Partyleben in vollen Zügen genossen. Nach einigen persönlichen Krisen habe ich in der Hexenausbildung das für mich Richtige gefunden.“ Ihr damaliger Freund und jetziger Ehemann hat ihren Wandel zunächst mit „spinnerte fünf Minuten“ kommentiert. Inzwischen steht er voll hinter ihr, ist bei vielen ihrer Seminare dabei und stellt Margit seinen Arbeitskollegen auch gern mal als Hexe vor. Das Erstaunen ist dann meistens groß, das Interesse aber auch. 

Hexen von heute.

Im Mittelalter wurden Hexen mit Zaubersprüchen und geheimnisvollen Ritualen in Verbindung gebracht. Margit und ihre Freundinnen sind aber moderne Hexen: Sie arbeiten mit Energien, sehen und interpretieren die Aura eines Menschen, führen Meditationen durch, um ihre Chakren zu öffnen. Sie legen Wert auf Naturprodukte und beschäftigen sich intensiv mit dem Leben und seinen Herausforderungen.

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„Erfolgserlebnisse gibt es jeden Tag“, erklärt Margit bestimmt. Vor kurzem hat sie sich ein neues Auto gewünscht, jetzt steht ein kleiner, gelber Flitzer vor der Tür, gewonnen bei einem großen Gewinnspiel. Sie schüttelt ihre kurzen roten Haare vor Lachen und eilt schnell zu einer Kundin, die etwas ratlos in der Mitte des Ladens steht. Alles ist ordentlich und liebevoll dekoriert. Spirituelle Bücher, energiebringender Schmuck und Räucherutensilien geben einen kleinen Einblick in Hexe Espirimas Welt. Wer mehr wissen will, ist jeden Mittwoch beim Energie- und Meditationsabend herzlich willkommen. 

 

Der Hexenabend.

Blick auf die Uhr, um 18.30 Uhr geht’s los und schon trudeln schon die ersten Besucher ein. Zunächst betreten zwei junge Mädchen den Laden, noch keine 30 und gut gelaunt.

Hex and the City

Gestartet wird mit ruhiger Musik und Meditation – dann werden positive Sätze formuliert, die Kraft geben sollen.

4 Fragen an eine Hexe:

 

6020: Wie wird man Hexe? MARGIT TARAUD: Ich habe vor einigen Jahren im Mentalen Lichtzentrum in Kärnten die Ausbildung zur kosmobiologisch-energetisch-spirituellen Lebensfreudelehrerin abgeschlossen. Diese Ausbildung steht jedem offen und dauert zwei Jahre.

 

Was macht eine Hexe? Ich versuche, den Menschen im feinstofflich-spirituellen Bereich zu helfen. Schon früher, als ich im Stubaital in der Gastronomie gearbeitet habe, haben mir die Menschen, oft nicht mehr ganz nüchtern, von ihren Problemen erzählt. Ich biete Seminare und Einzelsitzungen an. Dabei geht es um Auraanalysen, Karma- und Spiegelarbeit, Kristall- und Indigokinder, Kartenlegen, Numerologie etc.

 

 

 

 Kann jeder eine Hexe werden? Ja. Jeder kann beispielsweise lernen, die Aura eines Menschen zu sehen.

 

Sind sie die einzige Hexe in Innsbruck? Ich war die erste in Innsbruck mit dieser Ausbildung. Inzwischen haben eine Handvoll Frauen und Männer die gleiche Ausbildung abgeschlossen bzw. sind gerade dabei. Konkurrenz gibt es überhaupt nicht, jeder hat aufgrund eigener Erfahrungen seine Spezialgebiete, wir ergänzen uns sehr gut.

 

Vielen Dank für das Gespräch.