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FEBER 2014

Essen und Trinken

Gastro-Barometer

Wer in der Innsbrucker Gastronomie neu ist, wer Pleite ist – und wer wie weiter macht.

Neueröffnung des Monats: VAPIANO

 

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u Redaktionsschluss war vom Donnerstag, 6. Feber (ab 18 Uhr) die Rede. Da soll das neue Vapiano bei der Triumphpforte aufsperren. 2010 eröffnete Stefan Lindenberger den ersten Tiroler Ableger des italienisch inspirierten Systemgastronomiekonzeptes direkt neben dem Harly’s am Dez-Areal. Dort wurden Pasta, Pizza und Salat zum Selberholen gleich so gut angenommen, dass die Suche nach einem zusätzlichen Innenstadtstandort sofort beginnen konnte. Dieser wurde jetzt mit einer sehr schönen Location neben der Triumphpforte gefunden.

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Was wir am neuen Vapiano besonders lieben? Die Lage, den großen Garten und natürlich die Öffnungszeiten: sieben Tage die Woche wird durchgehend gekocht.

Übernahme des Monats:

JIMMY’S

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ls Walter Lukas vulgo Luke das Jimmy’s 1993 eröffnete, wusste er vermutlich noch nicht, dass sich seine Bar schnell zu DER Innsbrucker In-Kneipe entwickeln würde. Während Luke ein gutes Jahrzehnt später in die Spitzengastronomie wechselte (Lichtblick), feierte das Jimmy’s weiter und wechselte drei Mal den Besitzer, davon zum letzten Mal Mitte Jänner. Der neue Pächter Coskun Selcuk vulgo Sele war übrigens gerade mal fünf, als das Jimmy’s das Licht der Gastrowelt erblickte.

Pleite des Monats: BLOCK 7

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m zweiten März vergangenen Jahres eröffnete das Diner & Rockhouse mit dem Namen Block 7 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Nachtschicht in der Rossau. Das äußerst ambitionierte Projekt fiel gleich durch seine aufwändige und detailverliebte Ausführung auf. Man fühlte sich wirklich in ein amerikanisches Diner versetzt und würde es je eine Fortsetzung von „From Dusk Till Dawn“ geben, hätte man sie hier drehen können. Kein Jahr nach der Eröffnung ist das Block 7 pleite. Rund 1,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten beendeten am 10. Jänner 2014 wieder einmal einen Traum von einem Großstadtkonzept, das doch in Innsbruck auch funktionieren hätte können.

Mysterium des Monats:

CAFÉ WIENER

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ie jährliche Veteranen-Party am 23. Dezember musste diesmal woanders stattfinden, denn das Café Wiener hatte geschlossen. Man munkelt von Problemen mit der Einhaltung der Raucherbestimmungen und der Betriebsanlagengenehmigung, zudem habe die Lokalinstitution generell schon bessere Tage gesehen. Alles Quatsch, meint Betreiberlegende Johann Spendier, spätestens im März wird wieder eröffnet. Der Grund der temporären Schließung sei ein ganz simpler, nämlich ein Umbau.